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Schöne Blume als Todesurteil

gnaedingersara
1. Okt.
4 Min. Lesezeit


Unser geliebter Peanut mussten wir leider am 22.02.26 gehen lassen. Er war ein Ragdoll x Heilige Birma Mix, 2.5 Jahre alt und erst 1 Jahr bei uns.

Peanut war ein aufgestellter, schmusebedürftiger Kater und ein wenig tollpatschig. Er hat es geliebt herum zu rennen und seine Mutter Baci zu ärgern und mit ihr zu kämpfen. Dabei ging auch einiges kaputt. Aber man hatte ihn trotzdem lieb.



Ich habe sehr schöne Blumen - eine Feuerlilie - geschenkt bekommen.

Diese habe ich in eine Vase gestellt und wenn wir nicht da waren in die Küche gestellt.

Ein paar Tage danach haben wir bemerkt, dass die Blume angeknabbert wurde.

Baci, die unsere Fake-Blumen jeweils angeknabbert hat, ging es gut.

Peanut war ruhiger, nicht mehr so aufgestellt, apathisch und lag nur rum- kann bei Katzen mal sein, ein schlechter Tag zum Beispiel.


Wir haben es beobachtet und am nächsten Tag war es schlimmer als besser, deshalb haben wir uns entschieden in den Notfall (es war Sonntag) zu gehen.

Die Tierärztin hat das Blut untersucht und ein Röntgenbild gemacht. Die Nierenwerte waren im Himmel oben resp. einer war nicht einmal mehr messbar und er hatte freie Flüssigkeit im Abdomen (Bauchbereich). Sie meinte wir sollen ins Tierspital Zürich - Peanut muss an die Dialyse.

Also sind wir nach Zürich gefahren. Nach einigen Untersuchungen (sie machen die selben noch einmal vor Ort) und Besprechungen wurde klar, die Dialyse würde nichts helfen, weil Peanut keinen Urin mehr selbst produziert hat und sie würde über 10'000.- kosten.

Hin- und hergerissen und überströmt mit Emotionen haben wir uns dann schweren Herzens dazu entschieden ihn mit seinem akuten Nierenversagen nicht weiter leiden zu lassen und haben ihn gehen lassen.


Von nun an sind wir aufmerksamer, welche Blumen wir geschenkt bekommen und wo wir sie effektiv aufstellen.

Viele Blumen sind giftig für Katzen, doch Lilien werden gleichgesetzt mit Frostschutzmittel und da reicht die kleinste Dosis. Es muss innerhalb der ersten paar Stunden reagiert werden, damit das Toxin herausausgespült werden kann und auch dann ist es nicht garantiert, dass die Katze überlebt.




Lilienvergiftung bei Katzen – eine oft unterschätzte Gefahr


Lilien zählen zu den gefährlichsten Giftpflanzen für Katzen. Bereits kleinste Mengen von 8Blüten, Blättern oder sogar Pollen können eine schwere Vergiftung auslösen. Besonders betroffen sind Arten der Gattungen Lilium (echte Lilien) und Hemerocallis (Taglilien).


Giftige Lilienarten erkennen


Für Katzenhalter ist es wichtig zu wissen, dass sowohl echte Lilien (Lilium) als auch Taglilien (Hemerocallis) hochgiftig sind. Da die Pflanzen unterschiedlich aussehen, kann eine grobe Unterscheidung hilfreich sein.


Echte Lilien (Lilium)

Typische Merkmale:

  • Aufrechter, unverzweigter Stängel

  • Mehrere große Blüten entlang des Stängels

  • Auffällige Staubblätter mit reichlich Pollen

  • Häufig intensiver Duft

  • Beliebte Schnittblumen und Gartenpflanzen

Zu den bekannten Arten zählen beispielsweise die Osterlilie, Tigerlilie und verschiedene Asiatische oder Orientalische Lilien.




Taglilien (Hemerocallis)



Typische Merkmale:

  • Lange, schmale, grasartige Blätter

  • Blüten wachsen an verzweigten, blattlosen Stielen

  • Einzelne Blüten öffnen sich meist nur für einen Tag

  • Häufig in Gelb-, Orange- oder Rottönen

  • Beliebte Gartenstauden


Wichtig für Katzenhalter


Sowohl echte Lilien (Lilium) als auch Taglilien (Hemerocallis) können bereits in sehr kleinen Mengen schwere Vergiftungen verursachen. Selbst Blütenpollen, die beim Vorbeistreifen am Fell haften bleiben und später beim Putzen aufgenommen werden, können ein Gesundheitsrisiko darstellen.

Da eine sichere Unterscheidung für Laien nicht immer einfach ist, empfiehlt es sich, in Haushalten mit Katzen grundsätzlich auf Lilien zu verzichten oder vor dem Kauf die Pflanzenart genau zu bestimmen. 🐱🌸❌


Warum sind Lilien so gefährlich?


Die in Lilien enthaltenen Giftstoffe greifen vor allem die Nieren an und können innerhalb kürzester Zeit zu akutem Nierenversagen führen. Der genaue Giftstoff ist bislang nicht vollständig identifiziert, die Auswirkungen auf Katzen sind jedoch gut dokumentiert.

Besonders tückisch: Schon das Ablecken von Pollen, die am Fell haften, kann ausreichen, um eine Vergiftung auszulösen.


Mögliche Symptome


Erste Anzeichen treten häufig bereits wenige Stunden nach dem Kontakt auf:

  • Erbrechen

  • Appetitlosigkeit

  • Mattigkeit und Schwäche

  • Vermehrtes oder vermindertes Trinken

  • Dehydrierung

Ohne rasche Behandlung kann sich der Zustand innerhalb von 24 bis 72 Stunden deutlich verschlechtern und zu einem lebensbedrohlichen Nierenversagen führen.


Was tun bei Verdacht auf eine Vergiftung?


Jeder Kontakt mit Lilien sollte als tiermedizinischer Notfall betrachtet werden. Wenn eine Katze an einer Lilie geknabbert hat oder mit Pollen in Berührung gekommen sein könnte, sollte umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden – auch dann, wenn noch keine Symptome erkennbar sind.

Eine frühzeitige Behandlung kann die Überlebenschancen erheblich verbessern und dauerhafte Nierenschäden verhindern.


Vorbeugung


Die sicherste Maßnahme ist, Lilien grundsätzlich nicht in Haushalten mit Katzen zu halten. Da Katzen neugierig sind und selbst schwer erreichbare Pflanzen oft erkunden, bietet nur der vollständige Verzicht einen zuverlässigen Schutz.

Fazit: Lilien sind zwar beliebte Zierpflanzen, stellen für Katzen jedoch ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Eine frühzeitige tierärztliche Versorgung kann im Ernstfall lebensrettend sein – am besten ist jedoch, das Risiko von vornherein zu vermeiden.


Lilien und Freigängerkatzen


Auch Freigängerkatzen können mit Lilien in Kontakt kommen, beispielsweise in Gärten oder Grünanlagen. Das Risiko einer Vergiftung ist jedoch meist geringer als bei Wohnungskatzen, da Lilien im Haushalt oft leichter zugänglich sind und der Kontakt häufiger erfolgt.

Zwar zeigen viele Freigängerkatzen ein selektiveres Verhalten gegenüber Pflanzen. Es gibt jedoch keine wissenschaftlichen Hinweise darauf, dass Katzen die Giftigkeit von Lilien erkennen und gezielt meiden können. Daher bleibt auch für Freigänger ein gewisses Risiko bestehen.

Aus veterinärmedizinischer Sicht empfiehlt es sich, im eigenen Garten auf Lilien zu verzichten. Bei einem vermuteten Kontakt mit Pflanzenteilen oder Pollen sollte eine tierärztliche Abklärung erfolgen, da bereits geringe Mengen zu einer schweren Vergiftung führen können.



Seid aufmerksam bei Blumen und Pflanzen. Egal ob ihr sie geschenkt bekommt oder schenken möchtet.

Bei Unsicherheiten kontaktiert unbedingt euren Tierarzt.

 
 
 

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